Schule der Amazonen

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Inhalt

Drei Frauen und eine wahrhaft ernste Herausforderung, die es kompromisslos anzugehen gilt, soll allen Beteiligten die ihnen gebührende Gerechtigkeit widerfahren. Alle kennen sie und sie kennt alle. Keiner kommt an ihr vorbei, ob er will oder nicht, auch nicht ihre schüchterne, naive Schülerin. Die Rede ist von einer Witwe, schwarz gewandet und ungeheuerlich kommt sie daher. Kraftvoll und erhaben, denn die Witwe lehr im Behauptungskampf der Geschlechter nicht nur Karate und Boxen, sondern vor allen Dingen Strategie. Strategie, die unsere unbedarfte Sophie bitter nötig hat. Wie sonst könnte noch ein mal ein Lichtstrahl in ihre entsetzliche Welt fallen, um der der Hoffnung auf ein frohes Weiterleben Nahrung zu geben. Arg von den Zweisamkeiten des Lebens gebeutelt, erfordert ihre gegenwärtige Lage konsequentes Handeln und umsichtigen Weitblick. Um den erzieherischen Erfolg auf der ganzen Linie zu gewährleisten, ist eine weitere Schülerin im Kreise der Witwe höchst willkommen. Mademoiselle Petitpas, die mit bewundernswerter Tapferkeit ihre Hühneraugen durch die Welt schauen lässt, steht nicht demoralisierend Jenseits  von Gut und Böse, nein ganz im Gegenteil, in ihrer Seele gibt es noch Ideale, schlummert ein Vulkan, der nur auf eine glückliche Gelegenheit wartet, um mit gewaltiger Energie seine Lava zu entladen. Welche Lehre wen zum guten Schluss ereilt und ob nachher alle weiser sind, wenn sie die Schule der Amazonen absolviert haben, davon macht sich der Zuschauer, in dieser mit schwarzem Humor gespickten Komödie, am besten selbst ein Bild.

Autor

Jean-Claude Danaud, geboren 1948 in Paris, entwickelte schon sehr früh seine Leidenschaft für Theater und Dramaturgie. Bereits im Alter von 12 Jahren schrieb er sein erstes Stück in Versform. Die "Schule der Amazonen"  war sein erstes Stück, welches mit professionellen Schauspielern eingespielt und angeführt wurde. Von Danaud existieren bis heute an die 25 Stücke, wobei die Palette von Einaktern bis hin zu sehr umfangreichen Werken reicht. Eines ist allen gemeinsam. Danaud hat ein Faible für den Humour Noir, gepaart mit einer gerade zu "zähneknirschenden Komik". 


Amazonen

Die Frage, ob es die Amazonen wirklich gegeben hat, ist weitgehend ungeklärt. Um die geschichtliche Existenz der Amazonen streiten die Gelehrten sich bis heute. Wahrscheinlich inspirieren sie die Nachwelt gerade deswegen noch immer. Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass das Wort Amazon "ohne Brust" bedeutet, obwohl bisher kein überzeugender etymologischer Nachweis vorliegt. Angeblich schnitten die Amazonen ihre rechte Brust ab, um besser Bogen schießen und Speer werfen zu können. Jedoch gibt es hierfür nicht den geringsten Anhaltspunkt, im Gegenteil, die Amazonen wurden in zeitgenössischen Bilden ausnahmslos mit intakten, entblößten Busen dargestellt. Die Griechen glaubten, dass im Norden ihres kleinasiatischen Territoriums, am anderen Ufer des Flusses Thermodon, ein ausschließlich von Frauen bewohntes Land liege. Ein- oder Zweimal im Jahr hatten die Amazonen im Grenzbereich ihrer Länder Geschlechtsverkehr mit Männern der umliegenden skythischen Stämme.  Die daraus hervorgehenden Töchter behielten sie, die Söhne ließen sie bei den Vätern. Es geht auch die Waage um, dass sie die Knaben nach der Geburt töteten.